NEGZ-Dialogprozess: Inspirierende Workshop-Tage am Campus Altenholz
Im Rahmen des NEGZ-Dialogprozesses fanden an der FHVD zwei intensive und inspirierende Workshop-Tage am 18.02. und 19.02.2026 statt. Gemeinsam mit rund 30 engagierten Digitalisiererinnen und Digitalisierern aus Kommunen und Praxis wurde daran gearbeitet, ein Instrument zu entwickeln, mit dem Kommunen Digitalisierungsvorhaben künftig praxisnah und strukturiert bewerten können.
Ziel des Workshops war es, eine methodisch fundierte und gleichzeitig einfach anwendbare Möglichkeit zu schaffen, mit der die Wirtschaftlichkeit von Digitalisierungslösungen in Kommunen schnell und nachvollziehbar eingeschätzt werden kann. Dabei geht es nicht nur um klassische Kosten-Nutzen-Betrachtungen. Das Instrument soll auch qualitative Effekte, den Nutzen für Bürgerinnen und Bürger sowie organisatorische Auswirkungen innerhalb der Verwaltung berücksichtigen. So entsteht eine transparente und fundierte Entscheidungsgrundlage für kommunale Digitalisierungsprojekte.
Aufbauend auf den Ergebnissen eines vorherigen NEGZ-Dialogprozesses wurden bestehende Ansätze gemeinsam reflektiert und weiterentwickelt. In mehreren Arbeitsphasen erarbeiteten die Teilnehmenden zentrale Bausteine für ein solches Bewertungsinstrument. Dazu gehörten unter anderem
- die Identifikation zentraler Bewertungskriterien für kommunale Digitalisierungsvorhaben,
- das Zusammenführen unterschiedlicher Perspektiven aus Verwaltung und Praxis,
- die Entwicklung erster Modellstrukturen für ein Bewertungstool sowie
- Ansätze für eine einfache und praxistaugliche Anwendung im Verwaltungsalltag.
Ein besonderer Schwerpunkt lag während des gesamten Workshops auf der Praxistauglichkeit des Instruments. Das geplante Tool soll Kommunen im Alltag konkret unterstützen: übersichtlich aufgebaut, mit einem klaren Entscheidungsrahmen versehen und auch ohne vertiefte betriebswirtschaftliche Vorkenntnisse nutzbar.
Die Ergebnisse der beiden Tage bilden nun die Grundlage für die weitere Ausarbeitung des Tools. In einem nächsten Schritt soll eine erste Version entwickelt und anschließend in Pilotprojekten mit Kommunen erprobt werden.
Ein besonderer Dank gilt allen Teilnehmenden für die engagierte Mitarbeit, die offenen Diskussionen und die zahlreichen wertvollen Impulse. Durch den intensiven Austausch zwischen Verwaltung, Praxis und Forschung konnten wichtige Perspektiven zusammengeführt und konkrete Lösungsansätze entwickelt werden. Wir freuen uns auf die nächsten Schritte im Dialogprozess und darauf, die Ergebnisse gemeinsam weiter voranzubringen.
NEGZ-Workshop

